CT-gesteuerte Infiltration der Wirbelsäule München
Auf einen Blick: Die bildgebungsgesteuerte Infiltration ermöglicht es, entzündungshemmende Medikamente unter Sichtkontrolle millimetergenau an die Schmerzquelle der Wirbelsäule zu bringen. Dieser minimalinvasive Ansatz bietet Patienten eine hohe Sicherheit und kann oft den entscheidenden Unterschied machen, um eine Operation zu vermeiden. In der Praxis ORTHOSPINUM in München nutzen wir diese präzise Technik als zentralen Baustein unseres Stufenkonzepts für eine nachhaltige Schmerzfreiheit.
Wenn der Rücken streikt und der Schmerz bis ins Bein oder den Arm ausstrahlt, wird jede Bewegung zur Qual. Viele Betroffene haben dann bereits eine lange Reihe von Behandlungsversuchen hinter sich — Schmerzmittel, Physiotherapie, verschiedene Therapieansätze — ohne dass sich eine dauerhafte Besserung einstellt. Das Problem dabei: Medikamente in Tablettenform wirken im gesamten Körper, erreichen den eigentlichen Entzündungsherd an der Wirbelsäule aber oft nur in geringer Konzentration. Genau hier setzt die bildgebungsgesteuerte Infiltration an — also das gezielte Einspritzen eines Wirkstoffs unter Monitorkontrolle. Dr. med. Oliver Oetke nutzt im ORTHOSPINUM modernste Technik, um den Schmerz dort zu behandeln, wo er entsteht: direkt an der Nervenwurzel oder den Wirbelgelenken.
Was ist eine bildgebungsgesteuerte Injektion an der Wirbelsäule?
Bei einer herkömmlichen Spritze orientiert sich der Arzt an anatomischen Tastpunkten — also an dem, was er von außen fühlen kann. Bei der bildgebungsgesteuerten Injektion hingegen lässt sich die Nadel quasi durch die Haut hindurch beobachten. Mithilfe von Computertomografie (CT) oder Röntgendurchleuchtung (Fluoroskopie) werden die knöchernen Strukturen und die genaue Lage der Nadel in Echtzeit sichtbar gemacht. So lässt sich das Medikament mit höchster Präzision an den richtigen Ort bringen.
Indikationen: Bandscheibenvorfall, Facettensyndrom, Wirbelkanalstenose, ISG-Schmerz
Nicht jeder Rückenschmerz erfordert eine Spritze unter Bildkontrolle. Besonders wirksam ist dieses Verfahren jedoch bei vier häufigen Krankheitsbildern:
Beim Bandscheibenvorfall — also dem Austritt von Bandscheibengewebe, das auf einen Nerv drückt — führen wir eine sogenannte Periradikuläre Therapie (PRT) durch. Dabei wird das Medikament gezielt an die bedrängte Nervenwurzel gespritzt, um die Entzündung und den Schmerz direkt am Ort des Geschehens zu lindern.
Beim Facettensyndrom, einem Verschleiß der kleinen Wirbelgelenke, erfolgt die Injektion direkt in oder an die Gelenkkapsel der betroffenen Wirbelgelenke. Da diese Gelenke häufig für dumpfe, tiefsitzende Rückenschmerzen verantwortlich sind, kann eine gezielte Behandlung hier rasch Erleichterung verschaffen.
Bei einer Spinalkanalstenose oder Wirbelkanalstenose — einer Verengung des Rückenmarkskanals, nutzen wir die Bildsteuerung für gezielte epidurale Injektionen. Das entzündungshemmende Medikament wird dabei punktgenau in den verengten Bereich des Wirbelkanals eingebracht. Es kommt es zur Abschwellung der entzündeten Nervenstrukturen, die Beschwerden in den Beinen lassen nach und die schmerzfreie Gehstrecke lässt sich wieder deutlich erweitern.
Beim ISG-Schmerz — einer Entzündung oder Blockade des Iliosakralgelenks, also der Verbindung zwischen Kreuzbein und Beckenschaufel — ist die Bildsteuerung besonders wertvoll. Dieses Gelenk liegt anatomisch so tief und komplex, dass es ohne Sichtkontrolle nur schwer zuverlässig zu treffen ist.
CT vs. Röntgendurchleuchtung: Präzision, Strahlendosis, Einsatzgebiete
Beide bildgebenden Verfahren haben ihre Stärken. Die CT — eine rechnergestützte Röntgenaufnahme in Schichten — bietet eine hervorragende dreidimensionale Darstellung und eignet sich besonders für anatomisch komplexe Bereiche oder sehr tiefe Infiltrationen. Die Röntgendurchleuchtung hingegen ermöglicht eine dynamische Kontrolle in Echtzeit, also eine kontinuierliche Beobachtung während der Nadelbewegung, bei deutlich geringerer Strahlenbelastung. Dr. Oetke entscheidet individuell nach Befund und Konstitution des Patienten, welches Verfahren im Einzelfall die höchste Sicherheit bei geringster Belastung bietet.
Ablauf Schritt für Schritt in der Münchner Praxis
Ein klar strukturierter Ablauf bildet die Grundlage für eine sichere und erfolgreiche Behandlung im ORTHOSPINUM.
Vorbereitung am Termin: Aufklärung, Medikamente, Kontraindikationen
Bevor die eigentliche Behandlung beginnt, findet ein ausführliches Aufklärungsgespräch statt. Dabei besprechen wir Ihre aktuelle Schmerzsituation und prüfen, ob Gegenanzeigen (Kontraindikationen) vorliegen. Dazu zählen etwa akute Infektionen, eine bestehende Schwangerschaft oder die Einnahme starker Blutverdünner (Antikoagulanzien). Auch mögliche Allergien gegen Kontrastmittel oder örtliche Betäubungsmittel (Lokalanästhetika) müssen vorab abgeklärt werden.
Durchführung: sterile Platzierung, Kontrasttest, Medikamentengabe
Die Behandlung folgt einem festen Protokoll, das Präzision und Sicherheit in jedem Schritt gewährleistet:
Zunächst werden Sie auf einem speziellen Behandlungstisch gelagert, in der Regel in Bauchlage. Nach sorgfältiger steriler Desinfektion der Haut führt Dr. Oetke die feine Injektionsnadel unter wiederholter Bildkontrolle schrittweise bis zum Zielpunkt vor.
Um die korrekte Lage zusätzlich abzusichern, verwenden wir häufig eine minimale Menge Kontrastmittel. So lässt sich die exakte Platzierung der Nadel überprüfen. Erst wenn die korrekte Position der Nadel einwandfrei bestätigt ist, werden die Medikamente nacheinander injiziert — in der Regel eine Kombination aus einem Lokalanästhetikum und einem entzündungshemmenden Kortison. Alternativ kommen Hyaluronsäure oder körpereigenes Blutplasma (PRP) zur Anwendung.
Nach dem Eingriff bleiben Sie noch etwa 20 bis 30 Minuten zur Nachbeobachtung in unseren Ruheräumen im ORTHOSPINUM.
Risiken, Nebenwirkungen und Sicherheit
Wie bei jedem medizinischen Eingriff bestehen auch bei der Infiltration gewisse Risiken — bei bildgesteuerten Verfahren, die von erfahrenen Spezialisten durchgeführt werden, sind diese allerdings gering.
Häufige und seltene Risiken
Gelegentlich kann es zu einem vorübergehenden Taubheitsgefühl oder einer leichten Kraftminderung im Bein kommen, wenn das Betäubungsmittel die Nervenwurzel umspült. Diese Erscheinung klingt in der Regel innerhalb weniger Stunden vollständig ab. Zu den seltenen Risiken gehören Infektionen, Blutergüsse oder allergische Reaktionen. Verletzungen von Nervenstrukturen sind sehr selten.
Strahlenschutz, Schwangerschaft und Blutverdünner
Im ORTHOSPINUM arbeiten wir mit modernen, strahlenarmen Protokollen nach dem ALARA-Prinzip — das bedeutet, die Strahlenbelastung wird so niedrig gehalten, wie es vernünftigerweise erreichbar ist. Bei einer bestehenden Schwangerschaft führen wir keine röntgengesteuerten Eingriffe durch. Patientinnen und Patienten, die Blutverdünner einnehmen, müssen dies unbedingt im Vorfeld mitteilen, da diese Medikamente häufig nach Rücksprache mit dem Hausarzt für einige Tage pausiert werden müssen. Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie auch bei der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft (DWG).
Wirksamkeit, Dauer und Alternativen
Die Wirkung der Injektion tritt typischerweise in zwei Phasen ein: Das örtliche Betäubungsmittel sorgt für eine sofortige Schmerzlinderung, die einige Stunden anhält. Das Kortison, die Hyaluronsäure oder das Blutplasma entfalten ihre volle entzündungshemmende Wirkung dann nach etwa zwei bis drei Tagen.
Wann wirkt die Injektion und wie lange hält der Effekt?
In vielen Fällen genügt eine einzelne Infiltration nicht, um den Teufelskreis aus Schmerz, Entzündung und Schonhaltung dauerhaft zu durchbrechen. Meist ist eine Serie von zwei bis drei Behandlungen im Abstand von ein bis zwei Wochen sinnvoll. Wie lange die Schmerzlinderung anhält, ist individuell sehr unterschiedlich — die Spanne reicht von einigen Monaten bis hin zu einer dauerhaften Beschwerdefreiheit.
Konservative Therapie, Radiofrequenz, OP-Optionen – was passt wann?
Die bildgebungsgesteuerte Infiltration ist Teil unseres Stufenmodells. Wenn die konservative Basisversorgung — etwa Physiotherapie oder Akupunktur — nicht ausreichend wirkt, empfiehlt Dr. Oetke die Therapie zur interventionellen Schmerztherapie. Sollte auch diese keinen langfristigen Erfolg bringen, kann als nächster Schritt eine Radiofrequenztherapie in Frage kommen, bei der schmerzleitende Nerven durch gezielte Hitze verödet werden. In letzter Instanz kann eine Operation notwendig werden — beispielsweise eine mikroskopische Bandscheiben-OP —, die Dr. med. Oliver Oetke als Belegarzt persönlich durchführt. Weitere Informationen zu Behandlungsalternativen bietet das Portal Orthinform.
Häufige Fragen zur bildgesteuerten Infiltration (FAQ)
Welche Unterschiede gibt es zwischen CT und Röntgen bei der Infiltration? Die CT liefert eine detaillierte Schichtdarstellung von Weichteilen und Knochen, was bei schwierigen anatomischen Verhältnissen besonders hilfreich ist. Die Röntgendurchleuchtung ist schneller, erlaubt eine kontinuierliche Sichtkontrolle und verursacht eine weitaus geringere Strahlenbelastung, während die Nadel vorgeschoben wird.
Muss ich Blutverdünner vorher pausieren? In der Regel ja. Wirkstoffe wie Marcumar oder neuere orale Antikoagulanzien (NOAK) müssen nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt rechtzeitig abgesetzt werden. ASS 100 kann nach individueller Abwägung in vielen Fällen weitergenommen werden.
Darf ich nach der Injektion Auto fahren? Nein. Da das Lokalanästhetikum die Reaktionsfähigkeit und die Kraft in den Beinen kurzfristig beeinflussen kann, besteht für den Rest des Tages kein Versicherungsschutz beim Führen eines Kraftfahrzeugs. Bitte lassen Sie sich abholen oder nutzen Sie den öffentlichen Nahverkehr — die Haltestellen Marienplatz und Sendlinger Tor sind gut erreichbar.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten? Bei Privatversicherten werden die Kosten in der Regel vollständig übernommen. Bei gesetzlich versicherten Patientinnen und Patienten ist die Abrechnung der bildgesteuerten Injektionen abhängig von der Wahl der verwendeten Medikamente. Zumeist handelt es sich aber um eine individuelle Gesundheitsleistung. Wir beraten Sie im ORTHOSPINUM gerne zu den individuellen Möglichkeiten.
Wie oft kann die Injektion wiederholt werden? Üblicherweise führen wir eine Serie von maximal drei bis vier Injektionen innerhalb eines halben Jahres durch, um die Kortisonbelastung für den Körper möglichst gering zu halten.
Vereinbaren Sie Ihren Termin im ORTHOSPINUM
Leiden Sie unter hartnäckigen Rückenbeschwerden oder einem Bandscheibenvorfall? Dr. med. Oliver Oetke, Honorary Professor of Tashkent State Medical University, und sein Team beraten Sie umfassend zur CT- oder röntgengesteuerten Infiltration. Wir finden gemeinsam den Weg, der für Ihre Genesung am sinnvollsten ist — von der konservativen Basis bis zur präzisen Intervention.
Dr. med. Oliver Oetke, Honorary Professor of Tashkent State Medical University, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Ihr Spezialist für konservative und operative Wirbelsäulentherapie
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