PRP Eigenbluttherapie München | Orthopädie
Auf einen Blick: Die PRP-Therapie nutzt konzentrierte körpereigene Wachstumsfaktoren aus dem Eigenblut, um Regenerationsprozesse bei Sehnenreizungen und früher Arthrose gezielt zu fördern. Patienten profitieren von einem biologischen Verfahren, das Entzündungen reduzieren und die Heilung ohne chemische Zusätze unterstützen kann. Im ORTHOSPINUM in München integriert Dr. med. Oliver Oetke diese moderne Behandlung in ein strukturiertes Therapiekonzept für eine nachhaltige Genesung.
Ein stechender Schmerz im Ellenbogen beim Greifen der Kaffeetasse, eine ziehende Achillessehne beim morgendlichen Aufstehen oder ein unangenehmes Knirschen im Knie nach einer Wanderung — hinter solchen Beschwerden stecken häufig chronische Überlastungen oder erste Verschleißerscheinungen, die den Alltag empfindlich einschränken können. Viele Betroffene wünschen sich in dieser Situation eine Behandlung, die über reine Schmerzunterdrückung hinausgeht, aber noch keinen operativen Eingriff erfordert. Die PRP-Therapie (Platelet-Rich Plasma) bietet genau hier einen biologischen Ansatz: Sie setzt dort an, wo der Körper Unterstützung bei der Selbstheilung braucht.
Was ist PRP und für wen eignet sich die Therapie?
PRP steht für plättchenreiches Plasma — ein Konzentrat aus dem eigenen Blut, das eine besonders hohe Dichte an Thrombozyten (Blutplättchen) enthält. Diese Plättchen sind weit mehr als nur Helfer bei der Blutgerinnung: Sie dienen als natürliche Speicher für Wachstumsfaktoren und Signalstoffe, die geschädigtes Gewebe reparieren und Entzündungsprozesse regulieren können.
Das Wirkprinzip: Biologische Kraft aus dem eigenen Blut
Bei einer PRP-Behandlung werden diese wertvollen Inhaltsstoffe isoliert und hochkonzentriert direkt an den Ort der Verletzung oder des Verschleißes injiziert. Dabei unterscheidet man zwischen leukozytenarmen und leukozytenreichen Präparaten. Leukozyten — also weiße Blutkörperchen — spielen zwar bei akuten Infektionen eine wichtige Rolle, doch in der regenerativen Orthopädie kommt meist leukozytenarmes PRP zum Einsatz, um zusätzliche Entzündungsreize im Gelenk zu vermeiden.
Im Vergleich zu Kortison, einem stark entzündungshemmenden Steroidhormon, das zwar rasch Schmerzen lindert, bei häufiger Anwendung aber das Gewebe schwächen kann, verfolgt PRP einen regenerativen Ansatz. Auch von der Hyaluronsäure — einem körpereigenen Schmierstoff für Gelenke — grenzt sich PRP ab: Während Hyaluron vor allem die Mechanik und Gleitfähigkeit im Gelenk verbessert, zielt PRP auf die biologische Regeneration und eine günstige Beeinflussung des Entzündungsmilieus.
Die wichtigsten Anwendungsgebiete
Besonders bewährt hat sich die PRP-Therapie bei zwei großen Problemfeldern:
- Chronische Sehnenreizungen (Tendinopathien): Dazu zählen der klassische Tennis- oder Golferarm (Epicondylitis), hartnäckige Beschwerden der Achillessehne (Achillodynie), die Plantarfasziitis (Fersenschmerz) sowie das Patellaspitzensyndrom am Knie.
- Frühe Arthrose: Vor allem bei beginnendem Gelenkverschleiß im Knie (Gonarthrose), aber auch an Schulter oder Hüfte, kann PRP dazu beitragen, den Knorpelabbau zu verlangsamen und die Lebensqualität spürbar zu verbessern.
Ablauf der PRP-Behandlung in München
Im ORTHOSPINUM legen wir Wert auf einen standardisierten und sicheren Ablauf, damit Sie sich während der gesamten Behandlung gut aufgehoben fühlen.
Vorbereitung und Gewinnung des Plasmas
Alles beginnt mit einer einfachen Blutentnahme aus der Armvene — ganz ähnlich wie bei einem normalen Labortest. Das Blut wird in einem speziellen Doppelkammersystem aufgefangen und anschließend in einer Zentrifuge aufbereitet, einem Gerät, das die Probe mit hoher Geschwindigkeit schleudert. Durch diesen Vorgang trennen sich die Blutbestandteile voneinander: Die schweren roten Blutkörperchen setzen sich ab, während das helle, plättchenreiche Plasma isoliert wird. Der gesamte Prozess dauert nur wenige Minuten und findet direkt vor Ort in unserer Praxis statt.
Die gezielte Injektion
Das gewonnene Konzentrat wird unmittelbar im Anschluss injiziert. Damit das PRP exakt an der betroffenen Sehne oder im Gelenkspalt ankommt, nutzen wir im ORTHOSPINUM häufig eine Ultraschallsteuerung — so lässt sich die Nadelspitze millimetergenau platzieren. Eine lokale Betäubung ist in der Regel nicht nötig, da die Injektion kaum schmerzhafter ist als eine normale Impfung.
Ein Therapiezyklus umfasst üblicherweise drei bis fünf Sitzungen im Abstand von ein bis zwei Wochen. Nach jeder Injektion empfehlen wir, sich für ein bis zwei Tage körperlich etwas zu schonen, bevor Sie unter Anleitung schrittweise wieder in die Belastung einsteigen.
Wirksamkeit, Sicherheit und Kosten
Wie bei jeder medizinischen Behandlung stellt sich die berechtigte Frage: Was kann ich realistisch erwarten?
Evidenzlage und Erfolgsaussichten
Die wissenschaftliche Datenlage zu PRP hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Besonders bei Sehnenproblemen zeigen Studien eine gute Wirksamkeit, die häufig nachhaltiger ausfällt als bei reinen Kortisoninjektionen. Bei Kniearthrose berichten viele Patienten von einer deutlichen Schmerzreduktion und besserer Beweglichkeit über einen Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten. Wichtig ist dabei ein realistischer Blick: PRP kann keinen neuen Knorpel entstehen lassen, aber es optimiert die Bedingungen im Gelenk so, dass Beschwerden gelindert werden können.
Sicherheit und Nebenwirkungen
Da ausschließlich körpereigenes Blut verwendet wird, sind allergische Reaktionen oder Unverträglichkeiten nahezu ausgeschlossen. Die Risiken beschränken sich auf die typischen Begleiterscheinungen einer Injektion — etwa kurzzeitige lokale Schmerzen oder in äußerst seltenen Fällen eine Infektion. Für Patienten mit schweren Blutgerinnungsstörungen oder aktiven Tumorerkrankungen ist PRP allerdings in der Regel nicht geeignet.
Kosten und Erstattung
Die PRP-Therapie ist derzeit nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen enthalten und wird daher als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) abgerechnet. Private Krankenversicherungen übernehmen die Kosten je nach Tarif und medizinischer Begründung in vielen Fällen ganz oder teilweise. Im ORTHOSPINUM erhalten Sie vorab immer einen transparenten Kostenvoranschlag, damit Sie sicher planen können.
Alternativen und Kombinationen
PRP entfaltet seine Stärken am besten als Teil eines durchdachten Gesamtkonzepts. Im ORTHOSPINUM folgen wir einem Stufenmodell, bei dem eine sorgfältige Diagnose immer am Anfang steht.
Das Zusammenspiel der Therapien
Häufig kombinieren wir die PRP-Therapie mit gezielter Physiotherapie oder einem angepassten Lastmanagement, also einer bewussten Steuerung der Trainingsbelastung. Auch die Stoßwellentherapie — eine Behandlung mit energiereichen Schallwellen — kann bei Sehnenproblemen eine sinnvolle Ergänzung sein. Sollten konservative Maßnahmen und PRP nicht den gewünschten Erfolg bringen, kann eine operative Lösung ein sinnvoller nächster Schritt sein. Dr. Oetke als erfahrener Orthopäde wird Sie auch hierzu ausführlich beraten. Eine Operation kommt dabei jedoch immer erst als letzter Schritt in Betracht.
Weitere Informationen zu orthopädischen Krankheitsbildern finden Sie auch auf Patientenportalen wie Orthinform.
FAQ: Häufige Fragen zur PRP-Therapie
Wie unterscheidet sich PRP von einer Hyaluronspritze? Hyaluronsäure wirkt im Gelenk vor allem wie ein Schmiermittel und Stoßdämpfer. PRP hingegen ist ein biologisch aktives Konzentrat, das durch seine Wachstumsfaktoren Regenerationsprozesse anstößt und Entzündungen günstig beeinflusst. Beide Ansätze können bei Arthrose sinnvoll sein und werden manchmal sogar miteinander kombiniert.
Wann spüre ich eine erste Besserung? Anders als bei herkömmlichen Schmerzmitteln tritt die Wirkung von PRP oft zeitversetzt ein. Da biologische Heilungsprozesse ihre Zeit brauchen, bemerken die meisten Patienten eine deutliche Veränderung nach etwa vier bis sechs Wochen.
Was muss ich vor der Behandlung beachten? Besonders wichtig: Nehmen Sie etwa eine Woche vor der PRP-Injektion keine gerinnungshemmenden Schmerzmittel wie Aspirin, Ibuprofen oder Diclofenac ein — sogenannte NSAR. Diese Wirkstoffe können die Funktion der Blutplättchen hemmen und damit den Therapieeffekt abschwächen. Paracetamol ist als Alternative in der Regel erlaubt.
Wie lange hält der Effekt von PRP an? Das ist individuell sehr unterschiedlich. Bei Sehnenreizungen kann der Effekt dauerhaft bestehen bleiben, sofern gleichzeitig die Ursache — etwa eine Fehlbelastung — korrigiert wird. Bei Arthrose hält die Wirkung meist sechs bis zwölf Monate an und lässt sich bei Bedarf wiederholen.
Ist die Behandlung schmerzhaft? Die meisten Patienten empfinden sowohl die Blutentnahme als auch die Injektion ähnlich wie eine normale Blutabnahme. In den ersten 24 bis 48 Stunden nach der Behandlung kann ein leichtes Druckgefühl oder eine vorübergehende Schmerzverstärkung auftreten — beides ist ein Zeichen dafür, dass die biologische Reaktion im Gewebe einsetzt.
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Leiden Sie unter chronischen Sehnenbeschwerden oder einer beginnenden Arthrose? Lassen Sie uns gemeinsam prüfen, ob die PRP-Therapie in Ihrem Fall eine sinnvolle Option ist, um Operationen zu vermeiden und Ihre Mobilität zurückzugewinnen. Dr. med. Oliver Oetke, Honorary Professor of Tashkent State Medical University, berät Sie gerne persönlich in unserer Praxis im Herzen von München.
Dr. med. Oliver Oetke, Honorary Professor of Tashkent State Medical University, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Ihr Spezialist für konservative Gelenk- und Wirbelsäulentherapie
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