SI-Infiltration München: Risiken & Erfolg | ORTHOSPINUM
Sakroiliakalgelenk-Infiltration (SI): Risiken, Nebenwirkungen und Erfolgsaussichten – bildgebungsgesteuert in München
Auf einen Blick: Die SI-Infiltration ist ein präzises minimalinvasives Verfahren für Patienten mit Schmerzen im Kreuz-Darmbein-Gelenk, das sowohl zur exakten Diagnose als auch zur gezielten Schmerzlinderung eingesetzt wird. Durch den Einsatz moderner Bildgebung können Wirkstoffe millimetergenau appliziert werden, was die Sicherheit erhöht und das Risiko für Komplikationen minimiert. Im ORTHOSPINUM in München nutzen wir dieses Verfahren als Teil eines abgestuften Therapiekonzepts, um Operationen zu vermeiden und Ihnen den Weg zurück in die Bewegung zu ebnen.
Ein stechender oder ziehender Schmerz tief im unteren Rücken, der ins Gesäß oder sogar in den Oberschenkel ausstrahlt – viele Menschen kennen das. Oft verstärkt sich das Unbehagen beim Treppensteigen oder nach langem Sitzen. Hinter solchen Beschwerden steckt nicht selten eine Reizung der Sakroiliakalgelenke, also der Verbindungen zwischen Kreuzbein und Beckenschaufel. Wenn Physiotherapie und Schmerzmittel an ihre Grenzen stoßen, stellt sich die Frage: Welcher nächste Schritt ist sinnvoll? Eine SI-Infiltration kann in dieser Situation helfen, den Schmerzkreislauf zu durchbrechen.
Was ist die SI-Infiltration – und wann kommt sie infrage?
Bei einer Sakroiliakalgelenk-Infiltration wird ein Wirkstoff gezielt in das betroffene Gelenk gespritzt. Das Verfahren verfolgt im Wesentlichen zwei Ziele: Einerseits dient es der Diagnose – lindert eine Betäubung des Gelenks die Beschwerden sofort, lässt sich das SI-Gelenk als Schmerzquelle sicher identifizieren. Andererseits wirkt es therapeutisch, weil entzündungshemmende Medikamente direkt dorthin gelangen, wo sie gebraucht werden.
Diagnostischer und therapeutischer Einsatz: Indikationen und Patientenauswahl
Nicht jeder Rückenschmerz hat seinen Ursprung in der Bandscheibe. Bei der Frage, ob eine SI-Infiltration sinnvoll ist, achten wir im ORTHOSPINUM besonders auf klinische Provokationstests – das sind gezielte manuelle Handgriffe, die Schmerzen am SI-Gelenk auslösen und so den Verdacht auf eine Gelenkbeteiligung erhärten. Eine Injektion kommt dann infrage, wenn eine klassische Schmerztherapie und physikalische Maßnahmen über mehrere Wochen keine ausreichende Besserung gebracht haben.
Warum Bildgebung entscheidend ist: Punktionssicherheit durch Röntgen, CT oder Ultraschall
Das SI-Gelenk ist anatomisch komplex und oft sehr eng, weshalb eine „blinde" Injektion ohne Sichtkontrolle zu ungenau wäre. Deshalb setzen wir konsequent auf bildgebungsgesteuerte Verfahren. Ultraschall hat den Vorteil, dass er strahlenfrei arbeitet. Die Röntgendurchleuchtung oder eine CT-Steuerung bieten jedoch die höchste Präzision und stellen sicher, dass das Medikament tatsächlich im Gelenkspalt ankommt. Dr. Oetke nutzt diese Techniken, um die Nadel millimetergenau zu platzieren.
Risiken und mögliche Nebenwirkungen – wie sicher ist das Verfahren?
Die SI-Infiltration gilt grundsätzlich als sehr sicheres Routineverfahren. Dennoch gehört eine transparente Aufklärung über mögliche Risiken für uns im ORTHOSPINUM selbstverständlich dazu, damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen können.
Lokale Risiken: Bluterguss, Infektion und vorübergehende Nervenreizung
Wie bei jeder Injektion kann es an der Einstichstelle zu einem Hämatom (Bluterguss) oder einer kurzzeitigen Reizung kommen. Infektionen sind dank strenger steriler Arbeitsweise extrem selten. Gelegentlich erreicht das lokale Betäubungsmittel nahegelegene Nervenfasern, was ein vorübergehendes Taubheitsgefühl im Bein auslösen kann. Dieser Effekt klingt in der Regel innerhalb weniger Stunden vollständig ab.
Systemische Kortisoneffekte und Gegenanzeigen
Wird Kortison eingesetzt, kann es kurzzeitig den Blutzuckerspiegel beeinflussen – ein Punkt, der besonders für Diabetiker relevant ist. Auch Gesichtsrötungen, ein sogenannter Flush, kommen gelegentlich vor. Bei Patientinnen und Patienten, die blutverdünnende Medikamente (Antikoagulanzien) einnehmen, muss die Injektion sorgfältig geplant werden, um Blutungen im tiefen Gewebe zu vermeiden.
Erfolgsaussichten und Wirkverlauf – was dürfen Sie realistisch erwarten?
Wichtig ist, die Erwartungen richtig einzuordnen: Die Infiltration beseitigt keine mechanischen Ursachen wie etwa einen Beckenschiefstand. Sie ist jedoch ein hochwirksames Werkzeug zur Schmerzlinderung und kann den entscheidenden Anstoß geben, um wieder in Bewegung zu kommen.
Wie wahrscheinlich ist ein Behandlungserfolg – und wie lange hält er an?
Viele Patientinnen und Patienten verspüren bereits kurz nach der Injektion eine deutliche Erleichterung. Die Wirkdauer ist individuell sehr unterschiedlich und reicht von einigen Wochen bis zu mehreren Monaten. Studien belegen, dass bildgebungsgesteuerte Injektionen deutlich bessere Erfolgsraten erzielen als Injektionen ohne Sichtkontrolle. Weiterführende Informationen zu diesen Injektionsverfahren finden Sie auf unserer Fachseite.
Wenn die Infiltration nicht ausreichend wirkt: weitere Therapieoptionen
Sollte die Schmerzlinderung nur kurz anhalten oder ganz ausbleiben, prüfen wir gemeinsam mit Ihnen weitere Schritte. Eine Möglichkeit ist die Radiofrequenztherapie, bei der Schmerzfasern durch gezielte Hitzeeinwirkung verödet werden, um die Schmerzleitung längerfristig zu unterbrechen. Ebenso gewinnt dann eine multimodale Therapie an Bedeutung, die unter anderem intensive spezialisierte Physiotherapie einschließt.
Vorbereitung, Ablauf und Verhalten nach der Injektion
Eine sorgfältige Vorbereitung trägt wesentlich zum Behandlungserfolg bei.
Vor dem Eingriff: Diagnostik, Medikamente und Aufklärung
Im Vorfeld führen wir eine gründliche Diagnostik durch. Bringen Sie bitte vorhandene MRT- oder CT-Bilder zum Termin mit. Falls Sie blutverdünnende Medikamente einnehmen, besprechen wir rechtzeitig, ob und wie diese vorübergehend pausiert werden müssen.
Nach dem Eingriff: Schonung, Aktivität und begleitende Physiotherapie
Nach der Injektion sollten Sie sich etwa 15 bis 30 Minuten in der Praxis ausruhen. Für den Rest des Tages empfehlen wir körperliche Schonung. Nutzen Sie anschließend das schmerzarme Zeitfenster, um unter physiotherapeutischer Anleitung Ihre Muskulatur zu kräftigen und die Gelenkfunktion zu stabilisieren. Sobald der akute Reiz abgeklungen ist, ist gezielte Bewegung die beste Unterstützung für eine nachhaltige Besserung.
Häufige Fragen zur SI-Gelenk-Infiltration (FAQ)
Wie hoch ist die Erfolgswahrscheinlichkeit einer SI-Gelenk-Infiltration?
Bei korrekter Diagnose und bildgebungsgesteuerter Durchführung liegt die Wahrscheinlichkeit einer deutlichen Schmerzreduktion bei etwa 70 bis 90 Prozent. Entscheidend ist dabei, ob das SI-Gelenk tatsächlich die primäre Schmerzquelle darstellt.
Wie lange hält die Wirkung an – und wann setzt sie ein?
Das lokale Betäubungsmittel wirkt sofort und hält für einige Stunden an. Die entzündungshemmende Wirkung des Kortisons setzt meist nach ein bis zwei Tagen ein. Wie lange die Besserung anhält, ist individuell verschieden – häufig sind es einige Wochen bis mehrere Monate.
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Am häufigsten sind lokale Reizungen oder kleine Blutergüsse an der Einstichstelle. Seltener kommt es zu allergischen Reaktionen auf die verwendeten Medikamente oder zu vorübergehenden systemischen Kortisoneffekten wie Herzklopfen oder Schlafstörungen, die in der Regel nach ein bis zwei Tagen abklingen.
Muss ich Blutverdünner vor der Infiltration absetzen?
Das hängt vom jeweiligen Medikament und Ihrem individuellen Risikoprofil ab. Setzen Sie Medikamente bitte niemals eigenmächtig ab. Dr. Oetke stimmt das Vorgehen im Aufklärungsgespräch individuell mit Ihnen und gegebenenfalls mit Ihrem Internisten ab.
Kann ich nach der Infiltration Auto fahren oder arbeiten?
Da das lokale Betäubungsmittel die Reaktionsfähigkeit oder die Kraft im Bein vorübergehend beeinflussen kann, sollten Sie am Tag der Injektion nicht selbst am Straßenverkehr teilnehmen. Planen Sie am besten auch eine Arbeitspause für den Rest des Tages ein.
Vereinbaren Sie Ihren Termin im ORTHOSPINUM
Haben Sie anhaltende Beschwerden im Bereich des unteren Rückens oder des Beckens? Eine präzise Diagnose ist der erste Schritt zur Besserung. Im ORTHOSPINUM in München berät Sie Dr. med. Oliver Oetke persönlich zu den Möglichkeiten der SI-Infiltration und erstellt mit Ihnen einen individuellen Behandlungsplan nach unserem bewährten Stufenmodell.
Hier können Sie Ihren Termin online buchen oder uns telefonisch kontaktieren. Wir freuen uns darauf, Ihnen zu mehr Lebensqualität zu verhelfen.
Dr. med. Oliver Oetke, Honorary Professor of Tashkent State Medical University
Ihr Spezialist für Wirbelsäulentherapie im Herzen von München.
Das könnte Sie auch interessieren

Dynamische Stabilisierung vs. Versteifung München | Dr. Oetke
Dynamische Stabilisierung vs. Versteifung der Wirbelsäule in München: Indikationen, Vorteile und Entscheidungshilfen Auf einen Blick: Dieser Artikel vergleicht die bewegungserhaltende dynamische Stabilisierung mit der klassischen Versteifungsoperation für Patienten,…

Wirbelkanal erweitern München: Ablauf & Erholung | Dr. Oetke
Auf einen Blick: Dieser Artikel erläutert den Ablauf und die Heilungsphasen einer operativen Dekompression bei einer Spinalkanalstenose für Patienten im Münchner Raum. Sie erfahren, wie moderne mikrochirurgische Verfahren…

SI-Gelenk-Infiltration hilft nicht? Alternativen in München
Sakroiliakalgelenk-Infiltration hilft nicht: Alternativen mit Physiotherapie, Radiofrequenz und Operation Auf einen Blick: Wenn eine herkömmliche Infiltration am Sakroiliakalgelenk nicht die gewünschte Linderung bringt, stehen im ORTHOSPINUM spezialisierte diagnostische…


